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Konzert-Review

In Flames

In Flames Dornbirn

Open Air Dornbirn

8,5/ 10Gesamtwertung

Bewertungen

  • Performance9
  • Sound8
  • Setlist9
  • Venue8

Nachdem Dennis und ich In Flames schon im letzten Jahr in Kufstein gesehen hatten, war ziemlich schnell klar: Wenn es sich anbietet, machen wir wieder einen kleinen Österreich-Trip daraus. Und genau so kam es.

Schon der Vorabend war perfekt. Sonne, eine kleine schöne Altstadt, entspanntes Bier und einfach dieses Gefühl, dass ein Konzertwochenende schon lange vor dem eigentlichen Konzert beginnt. Am nächsten Tag ging es erst einmal mit der Gondel auf den Berg – Weißbier mit Aussicht inklusive. Danach wieder runter ins Tal und weiter Richtung Conrad Sohm.

Die Location liegt ziemlich abgelegen, direkt an einem kleinen Fluss, umgeben von Wald und Bergen. Schon die Anfahrt hat etwas Besonderes. Das Conrad Sohm selbst ist nicht mehr ganz neu und wirkt stellenweise etwas in die Jahre gekommen – aber genau das macht den Charme aus. Kein steriler Veranstaltungstempel, sondern eine Location mit Charakter.

Überrascht hat mich vor allem, wie klein das Ganze war. Rund 1.100 Leute, ausverkauft, und der Innenhof des Conrad Sohm wurde zur Open-Air-Bühne. Dadurch war man unglaublich nah dran und hatte eher das Gefühl eines großen Clubkonzerts als einer klassischen Open-Air-Show.

Und In Flames hatten an diesem Abend richtig Bock.

Schon mit Colony als Opener war sofort klar, wohin die Reise geht. Danach ging es quer durch mehrere Jahrzehnte Bandgeschichte. Für mich war die Setlist nahezu perfekt. Gerade die Mischung aus neueren Songs und älteren Sachen hat hervorragend funktioniert.

Mit The Quiet Place, Cloud Connected, Trigger und Only for the Weak kamen einige Songs, die live einfach immer funktionieren. Besonders stark fand ich Artifacts of the Black Rain – so einen Song in dieser kleinen Location zu erleben, hatte nochmal eine ganz andere Wirkung. Dazu Alias, The Mirror’s Truth und später I Am Above, bevor Take This Life den Abend beendet hat. Viel mehr hätte ich mir persönlich kaum wünschen können.

Auch im Publikum war richtig Bewegung. Pits, Crowdsurfer, überall Action – aber gleichzeitig eine entspannte Stimmung. Die Leute waren unglaublich nett, das Bier war kalt und gefühlt hatte jeder irgendwann dieses breite Grinsen im Gesicht.

Vielleicht war genau das das Besondere an diesem Abend: Es fühlte sich nicht wie ein großes Event an. Es war klein, direkt, laut und irgendwie familiär. In Flames auf einer Bühne zwischen Bergen und Wald, knapp über tausend Leute davor und eine Band, die sichtbar Spaß daran hatte.

Nach Kufstein war das jetzt schon der zweite In-Flames-Trip nach Österreich – und ganz sicher nicht der letzte.

Austria, wir kommen wieder.

Fotos

Setlist
  1. Colony
  2. Deliver Us
  3. In the Dark
  4. Voices
  5. Paralyzed
  6. The Quiet Place
  7. Meet Your Maker
  8. The Chosen Pessimist
  9. Cloud Connected
  10. Artifacts of the Black Rain
  11. Trigger
  12. Only for the Weak
  13. Foregone Pt. 2
  14. State of Slow Decay
  15. Alias
  16. The Mirror's Truth
  17. I Am Above
  18. Take This Life

Quelle: setlist.fm

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